Frühjahrsputz für den Körper Teil II

 

 

 

Unser Körper ist zuverlässig darauf ausgerichtet, Ungleichgewichte auszubalancieren. Aber vieles kann die Puffersysteme des Körpers überlasten: das „Falsche“ essen, auf dem Sofa faulenzen, Genussgifte wie Alkohol und Tabak zu uns nehmen, körperliches Unwohlsein mit Medikamenten wegdrücken.

Säuren und Basen sollen sich im Körper in natürlichem Gleichgewicht befinden bzw. sich immer wieder dahin auspendeln. Reichern sich zu viele Säuren in unserem Stoffwechsel an, sind die Ausgleichsysteme überfordert.

Die Folgen können vielfältig sein und eigentlich immer tut es weh: Wenn Säuren nicht mehr ausreichend neutralisiert und abtransportiert werden, lagern sie sich insbesondere im Bindegewebe ab und begünstigen dort Entzündungen und Schmerzen; chronische Schmerzen, Rücken- oder Gelenkschmerzen, Entzündungsprozesse, Knorpelschäden in den großen Gelenken, Auswirkungen auf Sehnen und Bänder im gesamten Bewegungsapparat. Wir fühlen uns zunehmend steif und altgeworden.

 

  1. Unsere Lebensmittel sollen unsere Heilmittel sein…

Welch einfacher und doch auch komplizierter Satz. Ohne weiter in die Tiefen der Ernährungstherapie einzusteigen, hier einige sehr grundlegende Punkte:

  • manchmal ist weniger mehr…
  • genügend Wasser trinken; 2- 3- Liter stilles Wasser/ Tag, außer es bestehen medizinische Kontraindikationen
  • so natürlich wie möglich essen, d. h. weniger verarbeitete Lebensmittel
  • Ruhe beim Essen
  • weniger Kaffee
  • weniger Zucker
  • weniger Fleisch
  • mehr Gemüse und Obst: Sie enthalten viele Citrate, meist in Verbindung mit Kalium, Calcium und Magnesium, welche die Säuren neutralisieren. So können sie helfen, die Schmerzempfindlichkeit zu senken und Schmerzen zu verringern. Basische Mineralstoffe auf Citratbasis kann man auch als Nahrungsergänzungsmittel substituieren, aber im Obst und Gemüse sind sie einfach mit dabei.
  • Außerdem wichtig sind natürlich ausreichend Bewegung- vorzugsweise an der frischen Luft- und genug guter Schlaf.

 

 

  1. Das Basenbad, ein Ever-green unter den Entgiftern

Ein angenehm temperiertes Vollbad ist für die meisten Menschen sicherlich eine angenehme Vorstellung. Ein sogenanntes Basenbad ist Entgiftung über die Haut. Die einfachste und kostengünstigste Variante des Basenbades ist Natron, wie Sie es im Lebensmittelladen kaufen können, als Badezusatz zu verwenden.  100 Gramm genügen als Zusatz für ein Vollbad.

Die ideale Wassertemperatur liegt bei 35 bis 38 Grad Celsius; baden Sie nicht zu oft und nicht zu lange: Ein Mal pro Woche eine Stunde lang ist gut. Die Entgiftung beginnt nach circa 45 Minuten.

Und trinken Sie zum Bad ein großes Glas stilles Wasser dazu.

 Bestehen gesundheitliche Bedenken gegen ein langes Vollbad in warmem Wasser, so sind diese vorher abzuklären.

 

 

  1. Mit vulkanischer Kraft den Darm unterstützen!

Zeolith-Klinoptilolith ist reines natürliches Vulkangestein in Pulverform. Ganz vereinfacht könnte man sagen, dass das Pulver wie ein Magnet wirkt, der Schwermetalle, Gifte, Schadstoffe und Rückstände von Bakterien im Magen- Darm- Trakt und der Leber anzieht und bindet, sodass sie zusammen mit dem Stuhlgang ausgeschieden werden.

Zeolith reguliert und normalisiert die Magen- Darmflora und stimuliert den Darm in seiner Rolle als unser größtes Immunorgan.

 

Wie merken Sie, dass Sie Ihrem Körper helfen sollten, zu entgiften?

Regelmäßige Verspannungen und Zellulite sind Anzeichen einer erhöhten Gifteinlagerung im Körper. Ebenso können Übergewicht, Gelenkschmerzen, unreine oder gereizte Haut, Hautjucken, Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten auf eine Überladung des Bindegewebes mit Schadstoffen hinweisen. Auch chronische Müdigkeit, gestörter Schlaf, Blähungen, Verstopfung, eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte oder eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit können auf eine Übersäuerung hinweisen.

 

Am 21. März ist für uns Frühlingsanfang und für viele Kulturen der Beginn eines neuen Jahres. Ich wünsche Ihnen einen kraftvollen und ausgeglichenen Start in diese schöne Zeit!

 

 

 

 

 

 

 

Frühjahrsputz für den Körper

 

 

„Entgiftung“ ist ein gerade im Frühjahr oft benutztes Wort mit dem wir dann bestimmte Handlungsweisen meinen, die unseren Körper nach dem Winter wieder flott machen sollen.

Über Entgiftung lässt sich Vieles sagen!

Zum Beispiel, dass in unserem Körper alles zusammenhängt:

 

Alle belastenden Stoffe, die wir aufnehmen, etwa mit der Nahrung, über Umweltverschmutzung, über sogenannte Genussgifte wie Tabak oder Alkohol, über Kleidung, Waschmittel, Kunststoffweichmacher, Medikamente, Bewegungsmangel usw. usf. muss der Körper irgendwie „verstoffwechseln“. D.h. er muss sie in eine Form bringen, mittels derer er sie möglichst wieder loswerden kann.

 

Sind es zu viele Schadstoffe aufs Mal, was bei unserer Lebensweise allermeist der Fall sein dürfte, wird der Körper diese Stoffe irgendwie „bunkern“, um sie für den Moment „stillzulegen“.

 

Alle Körperzellen, Gewebe und Organe stehen miteinander in Verbindung über den extra-zellulären Raum, der flüssigkeitsgefüllt ist. Diese Flüssigkeit ist das universelle Kommunikationsmedium im Körper, durch das alle Informationen von Zelle zu Zelle geleitet werden, in jedem Organ, in allen Körpergeweben.

 

Das Bindegewebe ist für den Körper eine ideale „Zwischendeponie“ für schädliche Stoffwechselprodukte. Als „Dauerlösung“ kann dieses Prinzip allerdings weitreichende Probleme generieren:

Ist der Extrazellulärraum sehr „verschmutzt“, also sehr belastet, so zeigt der Körper Symptome wie zum Beispiel sinkende Leistungsfähigkeit, chronische Müdigkeit, Infekte, chronische Erkrankungen, Allergien; sogar die Entstehung von Tumoren können in diesem Zusammenhang stehen.

 

„Entgiftung“ meint die Aktivierung und Entlastung der Leber, der Nieren, des Darms und der Haut, sodass toxische Stoffe besser ausgeschieden werden. Hierzu gibt es enorm viele gute Maßnahmen und Meinungen.

Ich möchte Ihnen einige wenige für Ihre Wohlfühlpraxis zuhause zeigen:

 

  1. Der Leberwickel, ein starker Verbündeter

Unsere Leber filtert täglich circa 2200 Liter Blut. Und sie erfüllt noch viele weitere lebenswichtige Aufgaben. Für die Unterstützung der Entgiftungsfunktion sind feucht-warme Leberwickel ein wunderbares Mittel.

 

Die Leber sitzt vorne unter dem rechten Rippenbogen.

 

Für einen klassischen Leberwickel brauchen sie ein Baumwolltuch (Geschirrhandtuch) und ein großes Badetuch (das Sie ungefähr zwei Mal um sich rum wickeln können), dazu eine Wärmflasche.

Bereiten Sie den Wickel an einem für Sie guten, ruhigen Ort vor. Falten Sie das Badetuch so, dass Sie es später satt um ihren Bauch schlingen können. Legen Sie das feucht-warme Baumwolltuch auf Ihre Leber, wickeln Sie das Badetuch fest um sich rum und legen Sie die Wärmflasche auf die Leber.

 

Die ideale Zeit für einen Leberwickel ist nach dem Mittagessen zwischen 12.00 und 14.00 Uhr, lassen Sie den Wickel mindestens 20 Minuten, besser 45 Minuten wirken und ruhen Sie sich aus.

 

Eine gute Variante: Die Meeresalge Fucus vesikulosus hat viele Inhaltstoffe, die in der Leber durchblutungsfördernd, stoffwechselanregend und entgiftend wirken. 

 

Rühren Sie das Fucus-Algenpulver in 38 Grad Celsius heißem Wasser dickflüssig an und verstreichen Sie die Masse anschließend im Bereich Ihrer Leber auf der Haut. Wickeln Sie Küchen-Klarsichtfolie im Bereich der Leber um Ihren Bauch, legen Sie ein Handtuch dazwischen und obendrauf eine Wärmflasche. Lassen Sie den Wickel 20 Minuten wirken und ruhen Sie sich dabei aus.

 

  1. Ein Fußbad für die Nieren

Am Fuß bildet sich der gesamte Körper des Menschen im Miniformat in sogenannten Reflexzonen nach. Die Fußsohlen werden außerdem die zweite Niere des Menschen genannt.

 

Ein Fußbad mit den Meeresalgen Laminaria, Fucus und Lithothamnium zwei bis drei mal pro Woche unterstützt die Entgiftung auf sanfte und nachhaltige Weise.

 

Das Fußbad reduziert die sogenannte Übersäuerung, also die Vermüllung des Extrazellulärraumes, es regt den Lymphfluss und die Durchblutung an und fördert so die Ausscheidung von Schadstoffen über die Niere und über die Haut.

 

Jedem Fußbad sollte ein Peeling der Füße vorausgehen, damit die Wirkstoffe aus den Algen besser aufgenommen werden können. Die ideale Wassertemperatur liegt bei circa 38 Grad Celsius. Ihr Fußbad sollte 15 bis 20 Minuten dauern.            

 

 

Wie gesagt, es gibt viele gute Ansätze zur Entgiftung des Körpers. Und es gibt noch so Vieles dazu zu sagen.

 

An dieser Stelle bleibt mir der Hinweis: Fortsetzung folgt in einer Woche zum Thema Darm und Haut…

 

 

Mit Gerste und Ingwer durch die kalte Jahreszeit              

 

Sind Sie das, was man in der Schweiz „ein Gfrörli“ und in Deutschland „eine Frostbeule“ nennt? Wenn garstige Herbst- und eisige Wintertage nicht einfach nur Ihre Freunde sind, dann habe ich hier zwei gute Tipps, um Leib und Seele warm zu halten.

 

 

Barley Water, ein ganz natürlicher Krafttrunk

 

Ein fast in Vergessenheit geratenes und sehr stärkendes Getränk, im Winter am besten warm genossen, ist das Barley Water (Gersten Wasser). Die Queen trinkt es angeblich täglich, und wir Frankfurter konnten uns schließlich im letzten Jahr mit eigenen Augen davon überzeugen, wie rüstig her royal majesty ist!

 

Rezept:

Sie nehmen eine Handvoll Gerste, kochen diese 1 ½ Stunden in 2 Litern Wasser, seihen sie ab und mischen frischen Zitronensaft und jeweils 1 Esslöffel Apfelsaft und Honig hinzu. So produzieren Sie ein erfrischendes und sehr gesundes Getränk, das die Kälte aus Ihrem Bauch vertreibt.

Barley Water ist ein Krafttrunk. Die Inhaltsstoffe der Gerste wirken positiv auf das Nervensystem, auf Haut und Haare, sie fördern die Konzentration und beugen bei täglichem Genuss angeblich sogar Krampfadern und Gelenksschäden vor.

Akut richten sich die Heilwirkungen vor allem auf die Regulation des Verdauungstraktes und des Darms; es hilft aber auch bei Fieber, Blasenentzündung und Bronchitis.

 

 

Ein weiterer Top-Tipp für die kalte Jahreszeit: der Ingwer-Nierenwickel

 

Gerade die Gfrörli und die Frostbeulen unter uns profitieren sehr davon.

Ein Ingwer-Nierenwickel einmal in der Woche heizt den inneren Ofen an, sodass Sie weniger kälteempfindlich sind.

Aber der Nierenwickel kann noch mehr. Er ist auch ein gutes Entsäuerungs- und Entgiftungsmittel für den Körper.

 

Und so wird’s gemacht:

Verrühren Sie gemahlenen Ingwer mit kaltem (!) Wasser zu einem Brei und streichen Sie diesen auf ein Baumwolltuch. An einem gemütlichen Plätzchen bereiten Sie Ihr Lager vor, zum Beispiel auf Ihrem Sofa. Schöne Musik kann die Wickelzeit noch angenehmer machen! Legen Sie für Ihr Wickellager ein großes Badehandtuch dort, wo Sie nachher mit Ihrem Rücken liegen werden, bereit und falten Sie dieses so, dass Sie es sich später großzügig und satt anliegend um den Bauch schlingen können.

 

Legen Sie das vorbereitete Ingwertuch mit dem Ingwerbrei nach oben auf das Handtuch und packen Sie Ihren Rücken auf Nierenhöhe ganz obendrauf. Das Ingwertuch sollte nur Ihre Rückseite bedecken. Schlingen Sie das große Badehandtuch fest um sich rum, sodass Sie richtig eingepackt sind.

 

Ein Ingwer-Nierenwickel ist erst mal kalt… Aber Achtung: nach ziemlich genau 10 Minuten werden Ihre Nieren reflektorisch mehr durchblutet und beginnen zu heizen. Wohlige Wärme breitet sich aus, die noch Tage nach dem Wickel zu spüren ist.

 

Machen Sie den Wickel einmal pro Woche (nicht öfter!) für 30 Minuten und kommen Sie damit gut durch die kalte Zeit.

 

Und sollten Sie im Winter trotzdem noch kalte Füße haben, so gibt es auch hierfür einen guten Tipp: Reiben Sie sich die Fußsohlen regelmäßig mit Kupfersalbe ein und Ihre Füße bedanken sich.

 

 

 

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